Archiv für den Monat: Juni 2007

Zu Gast bei Freunden…

Wien ist anders… auch die Wiener Polizei. Da glaubte doch wirklich eine deutsche Spiegel-Korrespondentin, dass sie bei Rot mit dem Fahrrad über die Straße fahren darf. Nein, da ist die Wiener Polizei wachsam.

Ein Streifenwagen bremste ab, nach der Wahrnehmung dieses schweren Delikts. Resultat: 7,- Geldstrafe, aber sofort. Leider war kein Bargeld dabei und kein offizieller Ausweis. Eine Spiegelvisitenkarte bzw. ein Anruf im Spiegelbüro war den Behörden zuwenig, bzw. behaarten sie auf einem offiziellen Papier.

Ganz klar: Verdammt schweres Delikt – abführen! Die deutsche Spiegelkorrespondentin glaubte ihrem Gehör nicht und meinte, dass sie da nicht mit tut. Da waren die Wiener Polizisten wieder mal schneller und nahmen sie gleich ordentlich fest. Und da „festnehmen“ das Wort „fest“ beinhaltet, haben sie mal ordentlich zugepackt. So wie Gewalttätern und ähnlichen Rabauken. Festgestellt wurden nach der Freilassung vom Wiener AKH, dass die Betroffene Blutergüsse, Prellungen sowie zwei Schürwunden hat.

Die Aussage der Wiener Polizei (wie schon öfters – wir wissen von nix):

wirklich keiner Schuld bewusst

„Diese Dame vom ‚Spiegel'“ hätte sich eben den Anordnungen der Polizei fügen sollen.“

Eh schon wissen… die Gäste bei der Europameisterschaft dürfen sich auch gleich auf die Wiener Polizei freuen…

Die Schande von Gijon – 25 Jahre seit 25.6.1982

Dieses Spiel war einer der traurigsten in der glorreichen österreichischen Fußballgeschichte. Bei der WM 1982 wurde in Gijon gegen Deutschland gekickt. Im Vorfeld kamen Erinnerungen an die Schmach von Cordoba auf und jede der beiden Mannschaften konnte noch aus dem Turnier gekickt werden.

Walter Schachner hat bei den EM-Bloggern ausgepackt, dass er von der Absprache nichts gewusst hat, aber es sicher eine gegeben hat. Die Deutschen gingen in der 11. Minute durch Horst Hrubesch mit 1:0 in Führung. Danach kam nur mehr ein Ball-Herumschieberei, Rückpass-Orgien und maximal Alibi-Angriffe. Die Zuschauer hatten bald die Nase voll und antworteten mit einem gellenden Pfeifkonzert und wütenden Protesten. Die algerischen Zuseher winkten sogar mit Geldscheinen. Walter Schachner meinte dazu:

„Dieses Spiel ist sicher ein gewisser Schandfleck. Aber ich bin mir fast keiner Schuld bewusst, denn jeder hat gesehen, dass ich mich dagegen gestemmt habe.“

Eine Schande für den internationalen Fußball! Wenn Österreich eine konditionell bessere Mannschaft gehabt hätte, hätte sie wohl dagegen angekämpft.