Unsere Helden von Cordoba, oder für die deutschen Freunde: “Die Schmach von Cordoba”. Eine Sternstunde des Österreichischen Fußballs am 21.6.1978 bei der WM 1978 in Argentinien.
Anlässlich des bevorstehendem Jubiläums - das Wunder von Cordoba jährt sich zum 29. Mal - verlautbarte der österreichische Bundespräsident das heurige Festprogramm. Da der 21. Juni für alle Österreicher ein Freudentag ist und seit mittlerweile 10 Jahren auch ein gesetzlich anerkannter Feiertag wird es in ganz Österreich Kundgebungen und Lobhuldigungen geben.
Hier ein Auszug aus den angekündigten Festivitäten:
Der Bundespräsident hält um 19:50 eine 5-Minuten Ansprache in ORF1 und ORF2 und dankt der glorreichen Elf von damals.
Die besten Einsendungen des Malwettbewerbs aus allen zweiten Klassen der österreichischen Volksschulen werden prämiert.
auf ORF2 läuft den ganzen Tag das Spiel Österreich-Deutschland in der Endlosschleife.
Heuer bekommen der damalige Zeugwart Josef Hubermayr und der Masseur Fritz Stögich das goldene Verdientskreuz um die Republik Österreich verliehen.
Auf dem Heldenplatz wird die österreichische Nationalmannschaft von damals mit Krankl, Prohaska, Hickersberger, Koncilia & Co nochmals empfangen. Es werden bis zu 140.000 Menschen aus ganz Österreich erwartet. Neben den Politikgrößen wie Bundespräsident, Bundeskanzler und Wiens Bürgermeister sprechen auch Sportgrößen wie der damalige Star-Trainer Senekowitsch und als Special-Guest Hubert Vogts, der mit seinem Eigentor die Wende einläutete.
Eine 3-stündige Lesung aus den zahlreichen Reportagen des Edi Fingers sen. gibt es im Haus der Musik in Wien.
Neben den Aktivitäten in Wien wird es auch zahlreiche Veranstaltungen in den Bundesländern geben. Es darf wie schon in den letzten Jahren erwartet werden, dass speziell in den Kindergärten und Schulen viele bunte und nette Sachen gebastelt wurden, um an das historische Ereignis zu erinnern.
Da ließ der deutsche Trainer Peter Neururer die Sommerbombe platzen und sagte über die deutschen Fußballspieler gegen Ende der 80er Jahre:
“Es ist mir bekannt, dass früher Captagon genommen worden ist. Viele Spieler waren verrückt danach. Das war gang und gäbe im Fußball. Das war überall bekannt und wurde praktiziert. Bis zu 50 Prozent haben das konsumiert. Nicht nur in der Zweiten Liga”
Das Schlimmste an der Geschichte ist aber der Umgang damit. Wenn man die Jahreszahlen bisschen vergleicht, wann und wo Dopinggerüchte aufkamen und sich die Sieger von gewissen Turnieren ansieht, so findet man gewisse Übereinstimmungen (natürlich alles zufällig).
WM 1954… der Platzwart fand nach dem Spiel aufgesägte, leere Glasampullen in einem Abflussgitter der Mannschaftsräume. Es wurde vermutet, dass die deutschen Spieler verbotene Doping-Substanzen eingenommen hätten. Einige deutsche Spieler erkrankten nach dem Spiel an Gelbsucht und starben später an Leberzirrhose. Beide Krankheiten können durch Benutzung unsteriler Spritzen übertragen werden. Interview mit SWR.
WM 1990… Peter Neururer erzählt von systematischen Doping im deutschen Fußball… Zufall?
Nun wer Doping, gleich in welcher Sportart verniedlicht, der hat wohl Dreck am Stecken und es lohnt sich hier weiter vorzugehen, auch wenn es schon Jahre zurückliegt, denn zurück bleibt immer ein Nachgeschmack und andere Mannschaften die besch…. wurden. Vielleicht wurde so der eine oder andere Titel einer Mannschaft weggenommen, die es sich redlich verdient hätte.
Fußball verbindet man gerne mit rauen Tönen und Personen die keine Ahnung von Kultur haben. Aber dass das nicht sein muss zeigen die Wiener Festwochen, welche in ihrem Programm auch den Triumph von Cordoba vertonen und damit die Herzen aller Kultur- und Fußball-Interessierten höher schlagen lässt.