Archiv für den Monat: Januar 2008

Rache für „Klagenfurz“ und „Freilos“

Am 6.2.2008 probieren wirs wieder mal. Auf jeden Fall können sich die Österreicher schon mal verbal vorbereiten und so wie die Tageszeitung Österreich titeln „Unsere Revanche für „Klagenfurz“ und „Freilos“.

Wichtig ist nur, dass wir Österreicher nicht um eine gute Ausrede verlegen sind, falls es nicht klappt. Aber positiv denken und schon mal einstimmen:

DFB-Frage an Teamchef Hickersberger

Der DFB interviewte den österreichischen Teamchef Josef Hickersberger:

Frage: Es beginnt für Sie nächste Woche mit dem EURO-Test gegen die deutsche Nationalmannschaft und bringt beim EM-Turnier gegen Deutschland abermals in Wien ein ganz besonderes Highlight. Ist das Ihre große Chance, mit zwei Siegen über den benachbarten großen Rivalen ähnlich wie Hans Krankl mit seinen beiden Toren beim legendären 3:2-WM-Sieg 1978 in Cordoba zu einem Unsterblichen des österreichischen Fußballs zu werden?

Hickersberger: Das Thema Cordoba möchte ich am liebsten vermeiden…

Frage: …obwohl es der krönende Abschluss ihrer Laufbahn als Nationalspieler war?

Hickersberger: Es ist aber in den folgenden Jahren für den gesamten österreichischen Fußball zu einer enormen Belastung geworden. Doch zum Jahr 2008: Wir sind keine Fantasten und wissen sehr wohl, dass wir nur alle heiligen Zeiten bei einem besonderen Anlass mal gegen Deutschland gewonnen haben. Zuletzt 1986 bei der Stadion-Eröffnung in Wien. Franz Beckenbauer war der deutsche Teamchef und lag mit dem italienischen Schiedsrichter ein bisschen übers Kreuz. Und wir haben in Cordoba gewonnen. Vor 30 Jahren.

Na Hicke… bisschen mehr Elan!

Michael Häupl zu Cordoba

Vor 10 Jahren brachten Michael Wassermair und Lukas Wieselberg das Buch „3:2. 20 Jahre Cordoba“ heraus, in dem sie gewissenhaft und detailreich alle Facetten dieses Triumphes beschrieben mit vielen Interviews.

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl schrieb damals folgendes Geleitwort:

Cordoba, die Rache für Königgrätz

… ein Sieg auf dem Fußballfeld als Revanche und Wiedergutmachung für die Niederlage der Vorväter auf dem Schlachtfeld; dreimal der Ball im Netz des Gegner als Balsam für die österreichische Seele; dreifach der Torschrei von Edi Finger, unauslöschlich eingeprägt ins Bewusstsein der Nation. Und Cordoba kommt wieder – wenn nicht heute, dann morgen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Also wenn man Michael Häupl vertraut, dann müsste doch das damalige „morgen“ doch „heute“ sein, also eigentlich jetzt!?! Dann dürfen wir schon mal gespannt sein, ob Cordoba II jetzt ist, oder noch immer morgen… denn auch im Fußball gilt, Vorfreude ist wohl die schönste Freude.